01 Juni 2022

Auf nach Österreich

Warum ist da Text farbig markiert?

Moin,

na – wie is? Am liebsten gut. Ich bin irgendwie ganz kribbelig. Gab letztlich immer so Aktionen, die ich gar nicht einsortieren konnte. Das Chef mich vollgetankt hat, sorgt bei mir ja eher für bisken Erregung – ist oft ein Zeichen dafür, dass da eine Reise geplant wird. Aber dann fahren wir auf so ne freie Fläche, er lässt mich da alleine rumstehen, und als er wieder kommt, scheint er irgendwie brummelig zu sein. Murmelt dann noch was von meinen Hüften, wo mehr drauf sein soll als gedacht?!? Wusste gar nicht, dass ich welche habe…hihi… Sehr merkwürdig alles. Aber es sollte noch merkwürdiger werden. Kaum stehen wir in der Einfahrt, da fängt er an in mir rum zu kriechen und alle möglichen Dinge rauszuschmeißen – kitzelt sogar bisken, so tief muss er in die Fächer reinkrabbeln 😊 Und dann wird’s heftig für mich – er klaut mein Reserverad! Also das ist echt mies! Das ist doch mein FullBackup, wenn mal was mit den Reifen passiert – und er nimmt’s einfach raus. Bei seiner Lieblings-IT-Zeitschrift, die hier schonmal rumliegt, heißt es immer: „Kein Backup – Kein Mitleid!“ Mal sehen, wann es ihm leid tuen wird, dass er das Reserverad rausgenommen hat – pah!

Dafür werden nun Sachen eingeladen – also soll es doch bald losgehen – jippi!
Huch – auch eher selten: Wir fahren nicht über die A1! Ist doch sonst immer so ein schön großer Parkplatz, auf dem ich gern mit benachbarten Autos plaudere. Dafür kommen wir hier aber auch gut vorwärts. Sieht so aus, als wenn es wieder eine lange Etappe geben wird. Aber das Wetter ist schön, meine Scheibenwischer erholen sich auch und Chef und Chefin plaudern entspannt. Ach, was geht es mir doch gut!

Nun gibt es eine kleine Pause. Beine vertreten sagen sie…hihi…was für ein merkwürdiger Ausdruck. Naja, ich brauch sowas ja nicht bei meinen Reifen (auch wenn ich da jetzt keinen Ersatz mehr habe!).

Stündchen später sind wir auch schon da – und Chef parkt so, dass ich auch den See sehen kann. Sehr angenehm 😊

Ach  gucke, hat sich Herr Hartmann wieder vorgedrängelt? Naja, ist ja auch seine Site.

Tja – der 1.6.2022, mein erster Tag im Ruhestand. Da wollten wir dann auch sofort mit einer ‚würdigen‘ Beschäftigung anfangen: Besuch der am weitesten entfernt wohnenden Tochter in Kleinrötz, Österreich. Natürlich mit Männe. Aber bei Österreich…irgendwas war da doch noch. Ach ja – da gibt es ja die Maut und so ein Pickerl. Ist jetzt zwar schon etwas spät, aber kann bestimmt auch im Netz irgendwie digital beantragt werden.

Jaaaa…geht digital auch im Netz, güldet dann jedoch erst 15 Tage nach der Beantragung. OK, hab jetzt nicht weiter geschaut, was da der Hintergrund für ist, werde sicherlich auch kurz vor der Grenze auf der Dosenbahn noch ne Tanke finden, wo so ein Aufkleber gekauft werden kann. Kommen ja jeden Tag tausende über die Grenze, da wird auch nicht jeder im Vorfeld schon son Teil besorgt haben.

Ja und dann wollte ich ja immer nochmal mit Herrn Hartmann auf eine Waage. War ich in der Vergangenheit einmal in Witten, hatte da jedoch leider kein Foto von gemacht. Hatte mir nur gemerkt, dass es zwar eng ist mit der Zuladung, aber durchaus machbar.
Also mal gegenüber bei Firma Fangmeier angefragt, ob ich mal auf deren LKW-Waage fahren könne. War auch in sofern kein Problem, bis ich dann den Wert auf der Anzeige gesehen habe:

3460 Kilo!

Puh…damit hatte ich nun nicht gerechnet. Nun mal flux geschaut, was so in Deutschland und Österreich für Grenzwerte bestehen.
In Deutschland scheint man bis 15% Überladung noch recht gut davon zu kommen. 35 Euro, noch keinen Punkt. Den gibt es erst ab 20% Überladung. Das wären dann hier auch schon 700 Kg mehr als zulässig. In Österreich scheint es keinen ‚echten‘ Grenzwert zu geben. Bis 2% soll es jedoch bei einer Geldstrafe bleiben. Das wären hier 75Kg. Da müsste dann Petra alleine fahren, denn wenn wir einsteigen, liegen wir schon bei 3615Kg. Und so kam es, dass ich alles aus dem Wagen rausgeschmissen habe, was nicht wirklich benötigt wird und viel wiegt. Von der 50 Meter Kabeltrommel, dem schweren Campingtisch bis zum Ersatzrad, was ich auch ausgebaut habe (30Kg!). Nach Auflistung und Wiegung jedes einzelnen Teils haben wir es nun hinbekommen, dass mit bisken Frischwasser wir innerhalb der 2% Marke bleiben. Allerdings – ohne Fahrräder. Die wollten wir zwar nur so mitnehmen, falls sich mal die Gelegenheit ergibt, denn sie fressen ja kein Brot, wie es so schön heißt. Aber sie wiegen!! Also müssen sie daheim bleiben.

Jetzt noch die Heizung (Warmwasserbetrieb) komplett ausgeschaltet, Wohnung noch einmal kontrolliert ob alle Verbraucher ausgeschaltet sind – und schon kann es losgehen. Die Strecke ist hier zu sehen und geht über etwas mehr als 400 KM zum Wohnmobilstellplatz am Naturbadesee in Grafenrheinfeld. Da die Fahrt sehr angenehm verlief, haben wir auch erst nach 3 Stunden die erste Pause eingelegt. Auch vom Verkehr sehr easy.

Dort angekommen konnten wir uns direkt in die ‚1. Reihe‘ stellen mit Blick auf den See. Gleich ums Eck ist der Reit- und Fahrverein Grafenrheinfeld und dort hats auch eine Reiterklause. Noch hat sie nicht offen, aber ein lecker Bierchen bekamen wir schon. Um auch die Bewegung nicht zu kurz kommen zu lassen, sind wir dann noch einmal um den See gegangen. Und da das Wetter ausgesprochen gut ist, sind natürlich entsprechend Bilder entstanden…jaja…Fotos ohne Entwicklung, wär hätt’s gedacht.

Kleine Pause
Kurze Pause

Schwups - schon steht er gerade
Mit Blick auf den See - Petra gibt Meldung, dass wir gut angekommen sind
Schattenkappe und Bier, dass lob ich mir ;-))


Auch Herr Hartmann konnte hier gut einschlafen


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