05 November 2022

Mit dem Zug zur spanischen Grenze (Vila Real de Santo António)

 Warum ist da Text farbig markiert?

Heute Morgen sollte es also nach  gehen dazu musst mir schon recht früh für unsere Verhältnisse aufstehen. Mit dem Bus ging es zunächst um 8:42 Uhr Richtung Lagos. Dort hatten wir dann fast zwei Stunden Aufenthalt, bis der Zug los vor. Die Zeit konnten wir gut nutzen, um einen Abstecher in die Markthalle zu machen. Dabei haben wir leider nicht Tim getroffen, sondern eine Mitarbeiterin, die seit diesem Jahr mit zum Team gehört. Und natürlich haben wir auch die Maria vom Nachbarstand wieder getroffen, die uns mit großem Hallo begrüßte.

Beim Rausgehen hatten wir mal geschaut wo wir vielleicht einen Cappuccino oder einen frisch gepressten bekommen konnten. Auf dem Weg dorthin hatte Petra die Niederlassung der Autovermietung Marina gesehen. Also haben wir kurz entschlossen einen Abstecher dorthin gemacht, um mal zu schauen, wie hier die Preise für den Mietwagen liegen. Wir hörten, dass wir ab kommender Woche Mittwoch einen Kleinwagen für 100 € die Woche bekommen können plus 5 € (p.T.) die Vollkaskoversicherung. Das können wir jetzt gut vergleichen mit den Unterlagen, die bei der Rezeption ausgelegt waren. 

Nun schlenderten wir über die uns schon gut bekannte Fußgängerbrücke über den Hafen Richtung Bahnhof. Jetzt brauchten wir natürlich noch unsere Tickets. Zeitnah eröffnete dann auch ein Ticketschalter und wir stellten uns in die kurze Schlange. Obwohl vor uns noch jemand dran war, sprang der Mitarbeiter hinter seinem Ticketschalter plötzlich auf, und lief raus in die Wartehalle. Offensichtlich suchte er jemand, den er vorher schon bedient hatte. Und richtig, er kam mit einem Mann zurück und die beiden bekakelten noch etwas, der Mann musste noch irgendwie Geld nach bezahlen, alles Dinge, die eigentlich völlig uninteressant sind. Außer natürlich, dass dadurch der Ticketverkauf etwas schleppend vonstatten ging und wir das Paar auf der Rückfahrt tatsächlich im Zug wieder trafen. 

Als wir an der Reihe waren bekamen wir recht schnell unser Ticket und konnten dann auch schon mal schauen, auf welchen der beiden Gleise wir wohl losfahren werden. Zwischendurch dann noch ein Schreck, weil als Rückfahrtzeit der letzte Zug eingetragen war, so dass wir praktisch schon im Dunkeln dort einsteigen und auch hier gegen 21 Uhr in Lagos ankommen würden. Die Vermutung, dass hier der letzte Rückweg eingetragen wurde, damit man wählen kann welchen Zug man nimmt bestätigte sich, nachdem Petra noch mal kurz am Ticketschalter nachgefragt hatte. Nicht, ohne einen bösen Blick einer dicken Dame zu ernten die glaubte sie wäre jetzt eigentlich dran.
Ja und dann war es auch soweit. Wir stiegen in den Zug, es dauerte noch ein paar Minuten, und dann ging die Fahrt los. Es war schön, die Landschaft jetzt auch einmal von dieser Seite zu sehen. Ich brauchte nicht auf die Straße zu achten, und wir sahen Lagos auch einmal von der anderen Seite.

Dann eine positive Überraschung bei der Ticket Kontrolle: Laut Fahrplan müssen wir in Faro umsteigen. da waren dann so 3-4 Minuten Umstiegszeit eingerechnet. Wenn man da nicht weiß, wie es auf einem fremden Bahnhof aussieht macht man sich schonmal seine Gedanken. Da kam der Schaffner grad recht, der uns sofort mitteilte, dass wir im Zug sitzen bleiben können, da es dieser Zug ist, der auch durchfährt bis Vila Real de Santo António. Fanden wir klasse!

Immer wieder änderte sich das Landschaftsbild.  Von Häusern im pragmatischen Baustil über Villen und Hochhäuser, Innenstädte im Hochganzformat aber auch wie die Dortmunder Nordstadt - alles war hier auf dieser Strecke vertreten. Scheinbar gibt es nur eine Konstante: Der immer rötlich aussehende Boden, in der Regel mit unzähligen Steinen verziert. Dort, wo der Boden nicht zu sehen war (und grad keine Stadt ist ;-), waren dann riesige Plantagen, entweder Advocados oder aber Zitrusfrüchte. Schon sehr beeindruckend.

Puh...so viel geschrieben und immer noch nicht am  Ziel. Aber gleich - durchhalten!!

Dann erreichen wir Fuseta. Von hier aus sind es noch knapp 50 Minuten bis zum Ziel. Tja - Fuseta, warum schreib ich das hier? Weil wir auf eine Buchreihe hingewiesen wurden mit demm Titel "Lost in Fuseta".  (Danke Babette :-X ) Da haben wir grad das erste Buch durch und irgendwie ist es doch spannend, wenn man an diesem Ort durchfährt, von dem das Buch handelt. Vermutlich werden wir hier nochmal hinfaren, nur um uns das Örtchen genauer anzusehen.

 So - jetzt aber - Einfahrt in den Bahnhof von Vila Real de Santo António. Da diese Stadt aufgrund eines Ünglücks im Jahre 1755 neu aufgebaut wurde, wurde alles sehr übersichtlich und rechtwinklig geplant. Wie auf einem Schachbrett. Wir konnten also aus dem  Bahnhof hinausgehen, links herum und nach 10 Minuten hatten wir den  Grenzfluß Guardiana erreicht. Wir waren noch in Portugal, das andere Ufer ist schon Spanien. Hier an dieser Stelle gab es auch einen Stellplatz. Auch wenn wir hier nicht 14 Tage stehen möchten, so ist es sicher interessant, falls wir auf dem Rückweg auf dieser Seite der Grenze gen  Norden fahren  würden.

Südlich schlendertenwir dann weiter bis zum Grand Hotel. Vermuttlich muss man es von innen egsehen haben, um die Preise zu verstehen...und schon sind wir am Praça Marquês de Pombal. Hier sind wir einmal 'um den Block' gegangen und haben in verschiedene Geschäfte geschaut. Petra wollte ja noch ein luftiges Kleid haben - was sie leider nicht fand - dafür ich ein luftiges Hemd. Wie das manchmal so ist :-))

Da wir vom Zug abhängig waren, sind wir wieder zurück, allerdings mit Abstecher beim Restaurante / Snack Bar do Porto de Recreio do Guadiana, von wo aus wir bei einem kleinen Snack eine schöne Aussicht auf den Fluß hatten.

Und plötzlich war es auch schon 16:15 Uhr und um 16:32 Uhr sollte der Zugg gehen. Google rechnet dafür ca. 11 Minuten Fußweg - wir haben dann doch mal die etwas schnellere Gangart eingelegt. Man weiß ja nie. Auf jeden Fall waren wir noch pünktlich am Bahnhof und die Rückreise konnte beginnen. 


Auf dem Weg von Luz nach Lagos - der Nebell sieht nicht sehr einladent aus


Blick von der Fußgängerbrücke in Lagos - das Wetter klart auf!!

Kunst vor'm Bahnhof

Viel geben die Bilderaus dem Zug leider nicht her



Bei Faro










Da Google ja zu blöd ist, in Blogger Videos aus der eigenen Galerie einzufügen, versuch ich es mal mit diesem Link, der das kunstvolle Pflaster der Gehsteige zeigen soll

Alle Straßen schnurgerade



So sieht das Grand Hotel garnicht schlecht aus



Der Praça Marquês de Pombal


Nicht nur wir haben  uns in der Sonne wohlgefühlt

Von der weiteren Rückfahrt gibt es aufgrund der Dunkelheit keine Bilder. Was dann noch bei der Taxifahrt passierte, wird dann unter 'Begegnungen' zu lesen sein...hihi...


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